Podkicker – tolle Podcast-App für Android OS

Die Apple-Welt hat manchmal einige Vorteile – vor allem wenn es ums Thema Podcasts geht. iTunes plus iPhone oder iPad funktioniert in der Regel reibungslos. Anders sieht es bei Android OS aus.

Die Herausforderung: Podcasts nicht mit dem PC sondern direkt mit dem Android-Handy über W-Lan abonnieren und herunterladen.

Die Lösung: Eine Podcast-App. Aber welche?

Die Anforderungen: Die App sollte eine Liste mit Podcast-Feeds verwalten, diese regelmäßig aktualisieren und neu Folgen herunterladen. Und ja, es wäre schön, wenn die App kostenlos ist.

Die Suche: Lange Zeit habe ich den Android Market / Google Play Store durchforstet und immer wieder verschiedene Podcast-Apps ausprobiert. Unter anderem Acast, Google Listen oder auch die Podcast-Funktion von GoodNews. Favorit war lange Zeit das kostenlose Hapi Podcast, allerdings wurden nach einem OS Update die Feeds nicht mehr aktualisiert und auch das hinzufügen von Feeds war eine Qual. Alle Apps funktionieren irgendwie ganz passabel, aber so richtig konnte mich keine überzeugen.

Der Fund: …bis ich in der vergangenen Woche auf Podkicker gestoßen bin. Eine schlanke App, die aber wunderbar funktioniert. Die Feed-Verwaltung ist übersichtlich (inkl. OPML-Import), die Bedienung intuitiv. Das Zusammenstellen von Playlisten geht sehr einfach und ebenso schnell lassen sich gehörte Episoden wieder löschen. Hinzu kommt: Auch diese App ist kostenlos – es gibt auch eine Pro-Version, allerdings reichen für mich die Features der kostenlosen Variante vollkommen aus.

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Hakuna my Data: Open Data in Kenia und was Google Fusion Tables draus macht

Ich liebe die neuen Tools, die derzeit wie Pilze aus dem Boden sprießen. Auch ohne viele Programmier-Skills können Journalisten (und jeder andere Internetnutzer) große Datenmengen sammeln, analysieren und visualisieren. Eines der derzeit besten Tools ist ohne Frage Google Fusion Tables. Kürzlich bin ich über das Open Data-Portal der kenianischen Regierung gestolpert. Die Sammlung ist excellent aufbereitet und wird von Tag zu Tag größer.
Für das folgende Beispiel habe ich einen Datensatz zu den Grundschulen herausgesucht und die Zahl der Schüler pro Schultoilette dargstellt.
Verbesserungsfähig ist die mangelnde Anpassung der Punkt, so lassen sich nur fünf Farben für die Marker auswählen.

PS: Der “credit” für die Überschrift geht an Lucy Chambers.

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kurz protokolliert 18/04/12: Recherche-Tools, “Nonline”-Recherche, SEC-Recherche

  • Auf Twitter folge ich dem Schweizer Kollegen Konrad Weber seit längerer Zeit – und es hat sich gelohnt: Konrad hat eine übersichtliche Liste zum Thema Quellencheck bei Webseiten, Bildern, Videos und Tweets zusammengestellt.
  • Wie findet man heraus, ob Informationen nicht online zu finden sind? Greg Downey, Professor an der University of Wisconsin-Madison hat diese Aufgabe seinen Studenten gestellt und interessante Ergebnisse erhalten. Eine Einsicht:

    “As I had hoped, but had not mentioned in the assignment itself, most students turned to human assistance for this assignment, or what one student referred to as “the old fashioned technique, or search engine, if you will, of asking a librarian”

  • Datenquelle: In der noch relativ neuen Datenbank EDGAR lassen sich die Unternehmensmitteilungen an die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC recherchieren. Beispiel gefällig? Hier die Mitteilungen der Firma Google.
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kurz protokolliert 05/04/12:

space invaderFoto: erokism / flickr.com CC BY 2.0

  • Fiete Stegers hat Pinterest getestet und sieht wenig Mehrwert für Medienwebseiten. Volle Zustimmung.
  • Vielleicht hat es Google zum 1. April etwas übertrieben. Andererseits zeigt die Liste mit Aprilscherzen, wieviel Engagement und Liebe zum Detail die Google-Leute für solche Dinge aufbringen können (z.B. im Gegensatz zu Microsoft).
  • Die US-Stiftung “Knight Foundation” spendiert den Gewinnern der “Newschallenge” bis zu 5 mio. Dollar. Diesmal geht es um das Thema Netzwerke – wächst da vielleicht ein Facebook-Konkurrent heran?
  • Schöne Idee: Die New York Times schreibt über Handy-Spiele wie “Angry Birds”, die möglicherweise unseren Intellekt unterfordern — und liefert gleich ein Mini-Spiel à la Space-Invaders mit, bei dem Spieler Elemente der Seite zerschießen können.
  • Was wäre passiert, wären Facebook und Twitter in den 80ern und 90ern entstanden? Folgendes:

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Videojournalismus mit Spiegelreflexkameras: Möglich, wenn genug Zeit ist

Steffen Leidel, Journalist und Trainer bei der Deutschen Welle, hat getestet, ob und wie sich Spiegelreflexkameras (kurz DSLR) für den Einsatz in Redaktionen eignen. Dabei ist dieser Beitrag am Ende entstanden:

African Migrants in Nijar/Spain from 10000Stories on Vimeo.

Test wie diesen gibt es bereits schon einige – jedoch wird dafür in der Regel teures oder aufwändiges Equipment genutzt.  Steffen Leidel hat sich auf das notwendigste beschränkt und kommt zu ähnlichen Ergebnissen, die ich auch beim Filmen mit einer Canon D600 gemacht habe: Die Kameras schießen schöne Bilder, allerdings sind schnelle Bewegungen, Schärfeänderungen sowie der Ton eine riesige Hürde für den “schnellen” Beitrag. Wenn man viel Zeit mitbringt, z.B. für einen “schöne” Reportage eignet sich die Technik auf jeden Fall. Oder wie in diesem Beispiel einfach für ein paar Straßenszenen aus Ho Chi Minh City:

Ho Chi Minh City Streetlife from Aroundtheglobemedia on Vimeo.

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Hörempfehlung: Über Algorithmen, Newsbots und Rivva

mojitos und kräne
Creative Commons License photo credit: pastpackingday

Der Rivva-Entwickler Frank Westphal war beim Dradio-Wissen Online-Talk zu Gast. Rausgekommen ist eine interessante Stunde Gespräch darüber, wie sich Trends und Themen im sozialen Netz erkennen lassen, wie Newsbots und Algorithmen funktionieren und wie ein einzelner Programmierer fast an seinem Code und den damit zusammenhängenden Problemen verzweifelt ist.

Die Algorithmen-Debatte (u.a. von Katrin Passig in der SZ zusammengefaßt) und das Problem der Filter-Blase kommentiert Westphal wie folgt:

“Die Idee von einem Empfehlungssystem ist ja tatsächlich, dass es die Dinge empfiehlt, auf die man nicht direkt gekommen wäre. Wenn ich bei Amazon jetzt immer noch die Artikel empfohlen bekomme, wo ich vor zehn Jahren einmal ein Geburtstagsgeschenk bestellt habe, das wäre nicht im Sinne es Erfinders. Ein guter Empfehlungs-Algorithmus führt mich über den Tellerrand.”

Hier die Audio-Datei des Gesprächs (MP3).

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Gephi-Projekt: Wulff und die “Maschsee-Mafia”

Bundespräsident Christian Wulff steht derzeit im Kreuzfeuer der Medienkritik, da er in seiner Zeit als Ministerpräsident ein Privatkredit zu günstigen Konditionen angenommen haben soll. In dem gleichen Zusammenhang (und bereits lange vorher) wurde von einigen Medien das Netzwerk beleuchtet, das nicht nur Wulff, sondern auch den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder umgeben soll – plakativer Titel: „Die Maschsee-Mafia“.

Dazu sollen u.a. AWD-Gründer Carsten Maschmeyer, TUI-Chef Michael Frenzel und Ex-Hannover-96-Präsident Martin Kind gehören. Ganz schön unübersichtlich – weshalb ich einmal den Versuch gestartet habe, das ganze grafisch darzustellen. Abgebildet sind alle in Artikeln von FAZ, taz und Hamburger Abendblatt erwähnte Verbindungen – ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Das ganze wurde mit Gephi erstellt. Ein PNG-Version läßt sich hier herunterladen.
Weitere Vorschläge? Bitte in die Kommentare!

UPDATE 21.12.2011: …oder in dieses Google Dokument:

Bitte jeweils mit “seriöser” Quellenangabe. Da die Herrschaften sehr streitfreudig sind und ich wenig Zeit für Rechtsstreitigkeiten habe, bitte von Äußerungen, die theoretisch in Richtung “Verleumdung” oder “Beleidigung” gehen könnten absehen, bzw. aus dem Medium zitieren. Für die Einträge von Nutzern in dem Google Doc übernehme ich keine Haftung.

Update 3.1.2012: Es gibt eine GraphML-Datei mit zahlreichen neuen Verbindungen.

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