Barack O. und das Dilemma im Netzwahlkampf 2009

Hope
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Welch Überraschung: Deutschland ist nicht USA! Der Ex-SPD-Wahlkampfstratege Matthias Machnig schätzt die Wirkung des Internets für den Wahlkampf eher niedrig ein: Ein Auftritt in der 20 Uhr Tagesschau sticht einen Aufmacher bei Spiegel Online, sagt Machnig. [via carta.info]

Ein CDU-Wahlkampfmanager erzählte mir vor kurzem ähnliches: “Man kann Wahlkämpfe nicht im Internet gewinnen, aber wenn es schlecht läuft kann man sie  dort verlieren.” Außer bei Internet-spezifischen Themen würden viele Mitmach-Elemente in Deutschland nicht funktionieren, weil die Resonanz weit unter den Hoffnungen zurück bliebe. Obwohl das Logo der CDU-Kampagne “teAM Deutschland 2009” Ähnlichkeiten mit dem Obama-Logo hat – eine ähnliche “Grassroot”-Beteiligung wird das Ganze wohl kaum auslösen. Denn das wirklich Interessante am Obama-Wahlkampf waren weder der twitter-Feed noch die Facebook-Seite. Den wirklichen Ausschlag gab das eigene Soziale Netzwerk my.barackobama.com.

Screenshots: my.barackobama.com / team2009.de

Insgesamt gilt wohl das, was Patrick Gensing bei tagesschau.de zu dem Netz-Dilemma der Parteien bilanziert: “Ihre Spitzenkandidaten verfügen nicht über das gleiche Charisma, wie es Barack Obama nachgesagt wird. Die Parteien sind also auf der Spur von Obamas Strategie, allerdings ohne einen Obama.”

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  • Die können das Logo und die Slogans von Barack Obama so oft kopieren wie sie wollen, Twitteraccounts und Facebookseiten einrichten, das ruft bei der Zielgruppe nur ein desinteressiertes Schulterzucken hervor.

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