20 Jahren nach dem Start des World Wide Webs sendet die BBC in den kommenden Wochen eine vierteilige Dokumentation über die Entstehung und Entwicklung des Internets. Das Spannende daran: Die Producer der Serie machen Experten-Interviews und geben Ideen, bei dem, was am Ende wirklich gesendet wird, können die Zuschauer mitbestimmen. Natürlich über die üblichen Kanäle Webseite, Blog, Twitter-Feed, Delicious-Account, Youtube- oder Flickr-Channel.
Viel spannender ist jedoch der Mashup-Wettbewerb: Der Sender hat rund 50 Videos im hochauflösenden HD-Format inkl. Sound-Betten zum Download ins Netz gestellt und die Nutzer aufgerufen, daraus selbst eine Doku zu basteln. Ich habe mir auch 10 Minuten Zeit genommen und ein paar Schnipsel zusammen gepackt:
Die Sequenzen stehen unter einer CC-ähnlichen Linzenz. Mehr dazu hier.
Auf jeden Fall eine zukunftsweisende Idee, das starre Sender-Empfänger-Schema im Rundfunk aufzubrechen. Der WDR-Radiosender 1live macht so etwas ähnliches schon seit einigen Jahren: Der Sender stellt verschiedene Musik-Samples von Chart-Hits auf die Seite und lässt sie damit auf die kreative Energie ihrer Hörer los. Unter den oft hunderten Remixen wählt eine Jury dann die besten Stücke aus. Hier zum Beispiel für Lady Gaga’s “Paparazzi”.
Wichtigste Zutat auf Seiten der Sender ist: Vertrauen. Oft treiben Sender und Medienhäuser die Angst um, ihre Zuschauer und Leser (besser: ihre Kommunikationspartner) könnten mit dem Material auf dumme Gedanken kommen. Das Gegenteil ist der Fall.
Info: Der Sendetermin für die Dokus ist übrigens ab dem 30. Januar immer Samstags um 20 Uhr (21h dt. Zeit) auf BBC 2.




