Ein Problem, das die Entwickler von Webseiten schwer aus der Welt schaffen können, ist die Lesbarkeit am Bildschirm. Usability-Forscher Jakob Nielsen hat bereits Mitte der 1990er Jahre herausgefunden, dass das Leseverhalten eher einem “Scannen”, also Überfliegen des Textes gleicht – fast niemand liest den Text Wort für Wort.
Designer vs. Leser
Redaktionen stehen bei einem Relaunch immer wieder vor der Schwierigkeit, ein optisch ansprechendes Webseiten-Design mit einer möglichst hohen Lesbarkeit zu kombinieren. Oft jedoch setzen sich die Designer durch, die für eine relativ kleine Schriftart, lange Zeilen und vielen anderen Elementen eintreten.
Positives Beispiel: ZEIT online
Ein positives Beispiel in Sachen Lesbarkeit ist das noch relativ frische Layout von ZEIT online. Große, lesbare Schriften, eine klare Struktur des Artikels, sinnvolle Tools auf der rechten Seite – wirklich gut gelungen. Weitere Hintergründe (und Lob) zum ZEIT-Design gibt es auch im Designtagebuch.
Kleines Helferlein für den Browser
Für andere Webseiten kann man sich als Leser nun selbst Abhilfe schaffen: Die Firma Arc90 hat ein sogenanntes Bookmarklet entwickelt, das die Lesbarkeit von Webseiten massiv erhöht. Ein Bookmarklet ist eine kleine Erweiterung für Firefox, Safari, IE und Co. Liest man nun einen Text, z.B. in einem Blog, kann mit einem Klick auf die selbst definierte Schriftart und -Größe sowie Zeilenweite umgestellt werden.
Ein Beispiel: So sieht ein Text auf der iRights.info-Seite normalerweise aus:

…und so nach dem Klick auf das Bookmarklet:

Das Readability-Bookmarklet lässt sich hier einrichten. Einfach Schriftform, Größe und Laufweite auswählen und dann diesen Knopf
in die Link-Leiste des Browsers ziehen. Beim nächsten Lesen einfach auf das Bookmarklet in der Linkleiste klicken.
[Danke an Florian für den Tipp]
Ja! Readability ist toll!
Ich war heute noch ganz serendipidös auf der Website von Information Architects unterwegs. Die haben die Zeit.de Seite gemacht.