Nur wenige Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Karibik haben Rettungsmannschaften aus dutzenden Ländern Port-au-Prince erreicht. Und mit ihnen die Kamerateams. Auch ARD und ZDF haben mittlerweile mehrere Reporter vor Ort, z.B. ARD-Korrespondent Stefan Schaaf oder Christoph Röckerath vom ZDF.
Bereits dieser – für vergleichbare Fälle völlig normale – personale Aufwand sorgt für Kritik. Vergleicht man die Bemühungen der deutschen Sender mit denen der US-Networks, wirkt das jedoch wie ein Witz. CBS hat ihre “Ankerwoman” Katie Couric nach Port-aus-Prince geschickt und sie von dort die Abendnachrichten moderieren lassen.
CBS zeigt im Vorspann der Sendung ihre acht (!) Reporter, die in Haiti unterwegs sind.
NBC macht es ähnlich, Moderator Brian Williams interviewt aus Haiti Ex-Präsident Bill Clinton in Washington.
Natürlich lässt sich streiten, ob dieses Aufgebot den Reportern in Haiti hilft – durch diese eindringliche Berichterstattung mit den Moderatoren vor Ort wird den US-Zuschauern auf jeden Fall das Ausmaß der Zerstörung drastisch vor Augen geführt. Und wenn sich die US-Networks auf ein Thema wie dieses stürzen, dann versuchen sie es 100%ig umzusetzen – was auch die teilweise aufwendigen “grafischen Verpackungen” der Nachrichtensendungen zeigen.
Hier die Links zu den Video-Podcasts:
- CBS Evening News
- NBC Nightly News
Siehe dazu auch: CNN’s Sanjay Gupta steps outside role as journalist & brings medical skills to bear on assignment in Haiti. [via @Poynter]
Nachtrag 22.1.: Zapp-Interview mit Christoph Röckerath über die Arbeitsbedingungen für Journalisten in Haiti.






