Recherchetrick: Tweets fürs Datamining speichern

Obwohl es diesmal überraschenderweise spannend wurde, konnte ich in diesem Jahr leider nicht beim Jahrestreffen des Journalistenvereins “Netzwerk Recherche” dabei sein. Es hätte sich gelohnt, denn neben vielen altbekannten Workshops gab es einige, die mich sehr interessiert hätten. Zum Glück gibt es ja Twitter! Neben vielen Internet-Skeptikern, -Kritikern und -Muffeln in dem Verein gibt es mittlerweile auch einige, die nicht nur über die Gefahren, sondern auch die Chancen neuer Informationstechnologien für den Journalismus nachdenken – und diese Technologien auch anwenden. Das ist klasse – denn so lassen sich interessante Punkte der Konferenz auch im Nachhinein nachvollziehen. Hier eine kleine Anleitung.

1. Schritt: (Hash)tags identifizieren

Über die Twitter-Suche ist relativ schnell der passende Hashtag ausgemacht. In diesem Fall #nr11

2. Software installieren

Natürlich kann das jeder selbst machen, der ein wenig Ahnung von Programmierung und der Twitter-API hat – ich bin zu faul und nutze daher das Windows-Programm “The Archivist”, das sich kostenlos und mit wenigen Klicks installieren lässt.

3. Suchen

Den Hashtag eingeben, auf Suchen klicken, kurz warten – fertig. Als Ergebnis wird eine Liste angezeigt, die sich mit einem weiteren Klick als Text-Datei exportieren lässt. Die Werte sind Komma-getrennt, Excel oder OpenOffice Calc können also problemlos damit umgehen.

Das Programm erstellt auch Grafiken über die fleißigsten Twitterer, aber ansonsten gibt es leider nicht viel an Analysetools – das muss woanders passieren.

4. Tabelle weiterverarbeiten

Wer sich nicht die Mühe machen möchte: Hier findet sich die Tabelle (im OpenOffice Format) mit allen Tweets zum Hashtag #nr11 zum Download: : Archivist nr11 Tweets 77.9 kB, Datum: 03. Jul. 2011.

 

 

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